Kanu-Wandern

 

Wasser rundum bei der BKV-Bodenseefahrt

 

Schon die Wetteraussichten sorgten am 13./14.09.08 für eine ausgewählte Teilnehmerrunde von ca. 45 Personen auf der von BKV Wanderwart Klaus Dähmlow und Andreas Mattes vom KC Singen ausgelobten Verbandsfahrt. Nach und nach trafen alt und jung im schönen, weitgehend neu erbauten KCS-Vereinshaus ein und stellten ihre Zelte und Wohnwagen auf der Zeltwiese auf.

 

Die Singener um ihren Vorstand Harald Dietrichkeit haben mit den neuen Wohn-, Aufenthalts- und Küchenräumen eine sehr durchdachte Konzeption umgesetzt, die uns schon bei dieser Erstnutzung durch die BKV-Fahrt Organisation einen nachhaltigen Eindruck für die Zukunft gegeben hat.

 

War nach dem Ankunftsbier und einem späten Grillessen am Freitag noch alles in trockenen Tüchern, so stellte sich der Samstag dann mit der offiziellen Eröffnung der Fahrt schon als feuchte Angelegenheit heraus, die keiner so richtig verantworten wollte. Im Dauerregen und mit Bade-wassertemperatur (gefühlt) des Bodensees starteten dann ca. 25 Paddler mit ihren Booten auf die Rundtour um die Insel Reichenau. Bei mäßigem Wind war die Überfahrt zunächst kein Problem.

 

Bei der Schiffslände waren die Ufer der Insel erreicht und die beschauliche Fahrt erreichte dann ihren Höhe- bzw. Wendepunkt. So war für den Bodensee-Neuling unklar, ob man zur Querung des Zufahrtdamms wohl aussteigen müsste – glücklicherweise gibt es aber eine sehr versteckte, im Schilfgürtel kaum zu erkennende Durchfahrt bis 1,70 lichte Höhe (je nach Wasserstand). Ein Mittagsmahl beim Fischerhaus Riebel und Georgs Fischerhütte - 2 km entfernt - versorgte die Flotte dann mit heimischen Fischspezialitäten bevor die Passage über den Zeller See anstand. Gegen leichten Wind und beständigem Regen war am Ende jeder froh nach ca. 4 km im Lee der Liebesinsel kurz durchzuschnaufen. Das letzte Stück zum KCS-Bootshaus war dann nur noch ein Katzensprung.

 

Nach einer heißen Dusche und dem Abendessen, welches von Petra Hassler und Helfern vorzüglich bereitet war, kehrten die Lebensgeister bei den meisten wieder zurück. Zum Sonntag wurden die Regenpausen länger, sodass sich die Fahrt nach Horn als kleine Familienfahrt mit ebenfalls ca. 25 Personen entwickelte. Dass sich dabei Teilnehmer wegen der rot-weiß-roten Tafeln wohl eher im Grenzland zu Österreich anstatt eines zu meidenden Naturschutzgebietes wähnten, ist nur am Rande zu bemerken – die Zeichen gelten auch für Paddler.

 

Der aufgebriste Wind sorgte auf der Rückfahrt für ein Testfahren bei verschiedenen Wellenrichtungen, welches von allen problemlos bewältigt wurde. Als am frühen Nachmittag das allgemeine Abbauen und Einpacken einsetzte, erschien dann auch die allseits so vermisste Sonne am blauen Himmel.

 

Volker Schmidt

 

 

 

 

 

 

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