Rheinbrüder auch bei Marathon WM erfolgreich
Schwierigkeiten mit der Fußhalterung im Boot bekam, konnten die beiden Deutschen die Welle des späteren Siegertrios nicht mehr halten und mussten abreisen lassen. Durch den Bootsschaden verlor der Zweierkajak an Stabilität und an ein Aufholen an das Vorderfeld war nicht mehr zu denken. Der "Rheinschwesterzweier" hatte am Start mit der Konkurrenz zu kämpfen. Nachdem im Kanumarathon ein Massenstart mit allen teilnehmenden Booten erfolgt, klemmten Dürr/Hantl erst einmal in einem Pulk von fünf Booten fest. Nachdem sie sich aus der Umklammerung lösen konnten, setzen sie sich aus der dritten Verfolgergruppe ab und versuchten, zusammen mit einem Boot aus Österreich, die Aufholjagd. Nach sechs Portagen, bei dem die Mädels einen steilen Anstieg - mit Boot und Paddel - zu Fuß erreichen, dann 200 Meter Sprinten, um danach wieder ohne Steg im flachen Wasser in die Boote einsteigen mussten, kamen beide Deutsche Boote unter den ersten Zehn an. "Nachdem die Österreicherinnen bei der letzten Portage, beim Einstieg ins Wasser fielen, konnten wir den neunten Platz ohne Endspurt nach Hause fahren", berichtet die überglückliche Rebekka Hantl. Sowohl Hantl als auch ihre Kollegin Cathrin Dürr wollen unbedingt im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Dafür benötigen sie, wie Dürr mitteilte "noch erheblich mehr Erfahrung", damit das Ergebnis 2010 in Spanien, der Hochburg des Kanumarathons, noch verbessert werden kann. Maren Knebel konnte zusammen mit ihrer Düsseldorfer Partnerin den achten Platz über die Strecke retten, nachdem sie das gleiche Schicksal wie den Österreicherinnen ereilte und sie bei einer Portage kenterten und wertvolle Zeit verloren. Doch die Kanurennsport-Weltmeisterin von 2007 zog trotzdem eine positive Bilanz: "Wir wollten unter die ersten Zehn, das haben wir geschafft, trotz den Schwierigkeiten."
Martina Amrein
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