Vier deutsche Meistertitel noch vor dem ersten Vereinsgeburtstag
aus Mühlheim/Ruhr und Hannover war für die Hochrhein Paddler perfekt. In der Mixed-Kategorie müssen mindestens 8 Frauen im Boot dabei sein. Mit dem AC/DC-Klassiker „Thunderstruck“ machten sich die Thunder Dragons vor dem Finale noch einmal heiss. Mit Erfolg: Das Zielfoto musste für die Entscheidung hinzugezogen werden, und am Ende war es mit Rang Drei überraschend gleich der nächste Podestplatz.
Am späten Nachmittag dann das Kontrastprogramm zum Sprint. Das 2000 Meter Verfolgungsrennen stand auf dem Programm. Im Gegensatz zu den anderen Strecken, die in Bahnen gefahren werden, werden die Mannschaften hier mit 10 Sekunden Abstand hintereinander auf einen Rundkurs um die 500m Strecke herum geschickt. Das verspricht spannende Wende- und Überholmanöver während des Rennes. Bei den Herren wurden die Zuschauer diesbezüglich aber enttäuscht. Das Rennen wurde eindeutig von den mit der Startnummer Eins fahrenden Thunder Dragons dominiert und mit grossem Vorsprung gab es den zweiten Titel. Viel aufregender war 90 Minuten später das Mixed-Rennen: hier sorgten viele taktische Renn-Manöver für zusätzliche Unterhaltung. Ausser an der Spitze: Die Thunder Dragons eroberten mit einer unglaublichen Fahrt auch in diesem Rennen mit grossem Vorsprung den Titel. Die Sportler und die Verantwortlichen hatten somit genügend Grund am Samstagabend zu feiern. Allerdings nicht zu ausgiebig, denn am Sonntag sollten über die 500m Mittelstrecke auch noch gute Ergebnisse erzielt werden. Was auch gelang: Das Mixed-Team wurde in einem knappen Finale Vierter, den Herren gelang der nächste deutsche Meistertitel. Damit haben die Säckinger Sportler alle drei möglichen Herren-Titel an den Hochrhein geholt.
Zuhause wurde übrigens parallel am gleichen Wochenende der Breitensport praktiziert. Fahrtenleiter Marcel Colman führte eine Gruppe Paddelinteressierte mit einer schönen Tour auf dem Rhein in Kanus in die Paddeltechnik ein, denn bei den Hochrhein Paddler sollen nicht nur Leistungssportler auf ihre Kosten kommen.
Jörg Kaltenbacher
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