Kanu-Rennsport

 

Staffel Gold für Hörmann und Holtz

 

Allen voran Silke Hörmann hat heute ihre Erfolgsgeschichte beim Weltcup in Duisburg weiter geschrieben. Nachdem sie am Freitag den Sprintzweier mit Schlagfrau Conny Waßmuth (Magdeburg) gewann, setzten sie heute ihre Serie über die olympischen 500 Meter fort. Nach einem guten Start, holte ein Teil des Felds, sowie das zweite deutsche Boot mit Weber / Leue (), zur Hälfte der Strecke deutlich auf. "Ich habe gemerkt, dass die anderen Boote aufkommen und habe mich auf unseren Endspurt gefreut!" gab Waßmuth nach dem Rennen den Journalisten zu Protokoll. Silke Hörmann machte 100 Meter vor dem Ziel mächtig Druck von hinten und die Magdeburgerin zog die Schlagzahl nochmals an. Mit dieser Taktik fuhren sie am Ende mit einem deutlichen Vorsprung vor den Slowakinnen und dem österreichischen Boot über die Zielline. Silke Hörmann strahlte während und nach der Siegerehrung übers ganze Gesicht: "Wir wollten eine Medaille erreichen, aber mit diesem Erfolg hätten wir vor dem Weltcup nicht gerechnet!" Viel Zeit zur ausgelassenen Freude blieb den beiden jedoch nicht. Nach der Siegerehrung paddelten die beiden noch ein wenig im Zweier die Erschöpfung aus den Armen, um sich dann schon wieder mental auf die Sprintstaffel vorzubereiten.

Wie schon im Vorlauf, eröffnete die deutsche Damenmannschaft das 200 Meter-Staffelrennen mit der Olympiasiegerin Fanny Fischer, die mit einem komfortablen Vorsprung Silke Hörmann ins Rennen schickte. Die Rheinschwester baute diesen nochmals ein wenig aus, so dass Tina Dietze (Leipzig) und Conny Waßmuth (Magdeburg) von der Konkurrenz nicht mehr einzuholen war. Mit drei Goldmedaillen waren Silke Hörmann und Conny Waßmuth die erfolgreichsten Athletinnen beim Weltcup auf der Wedau.

Stefan Holtz bekam heute nochmals die Chance auf der Sprintstrecke seine Stärke auszuspielen, weitere Erfahrung zu sammeln und Sicherheit zu gewinnen. Als Startfahrer eröffnete er die deutsche Canadierstaffel. Hierbei fand er wesentlich besser als im Vorlauf ins Rennen und übergab nahezu gleichauf mit dem litauischen Startfahrer an Stefan Kiraj (Potsdam). Fortan lieferten die deutschen Fahrer ein Kopf an Kopf Rennen mit den Litauern, ehe Schlussmann Sebastian Brendel (Potsdam) den Sieg perfekt machte. Holtz war mit dem Sieg glück, setzt aber den vierten Platz im Einercanadier höher an: "Da bin ich selbst verantwortlich. In der Staffel zählt die Leistung der ganzen Mannschaft!"

Heimtrainer Detlef Hofmann fand für seine beiden Karlsruher Sportler lobende Worte: "Ich bin mit den Leistungen der beiden sehr zufrieden. Jetzt gönne wir uns erst einmal zwei, drei Tage Ruhe und müssen dann wieder konzentriert weiterarbeiten. Bis zur Europameisterschaft sind es noch vier Wochen. Gerade Holtzi muss nochmals eine Schippe drauflegen um bei den Titelkämpfen in die Medaillenränge zu fahren. Bei Silke ist es wichtig, dass sie in Ruhe ihren eingeschlagenen Weg weitergeht!"

 

Martina Amrein

04.06.2010







 

 

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