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Der Paddler02/02

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Sportkreis Mannheim

Mannheimer Kanuten standen Kopf 

Erfolgreiche Präsentation bei der größten Sportschau der Region

Mannheim - Rund 30.000 Besucher lockte die Großveranstaltung „Sport und Spiel am Wasserturm“ am 21.07.02 in die Mannheimer City.

Die von der Stadtverwaltung und dem Sportkreis in der Quadratestadt ausgerichtete Veranstaltung, bot bei ihrer 15. Auflage wiederum eine gelungene Mischung aus Spitzen- und Breitensport, Präsentationen und Mitmachangeboten. Viele Vereine nutzten diese Gelegenheit, um ihren Sport einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das freute selbst den Wettergott so sehr, dass er den Sportlern herrliches Sommerwetter spendierte.

Auch die Mannheimer Kanuten beteiligten sich mit einem attraktiven Angebot bei diesem Spektakel. Nach einer Pause im letzten Jahr war die Sportart Kanu wieder vertreten. Fünf Kanuvereine aus dem Wettkampf- und Breitensportbereich beteiligen sich mit einem gemeinsamen Stand. Ein schönes Beispiel für Kooperation beim ehrenamtlichen Engagement. Die mitgebrachten Hauptattraktionen waren eine Kenterrollenmaschine und Vorführungen im eigens aufgestellten Wasserbecken.

Bei der Kenterrollenmaschine waren alle diejenigen genau richtig, die selbst das Gefühl bei einer Kenterrolle erleben wollten, aber noch nie zuvor mit dem Kanu-Sport in Berührung gekommen waren. Ein mit zwei Autoreifen bespanntes Kajak lief hierbei seitwärts auf zwei hochgelagerten Bohlen und dreht sich so um die eigene Längsachse - eben wie bei einer richtigen Kenterrolle.

Für die Sicherheit beim Kopfstehen sorgten genügend Helfer und dicke Schaumstoffmatten unter der Konstruktion. So konnte man das Mannheimer Wahrzeichen einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.

Die Vorführungen Wasserbecken bestritten verschiedene Sportler der Vereine KG Neckarau, KSC Neckarau und KC Mannheim. Die Eskimorollen-Highlights waren Umdrehungen mit Stechpaddel im Open-Canoe, ohne Paddel im Kajak-Zweier sowie mit Poloball und abschließendem Torwurf. Das runde Wasserbecken mit einen Durchmesser von sechs Metern und einen Meter Tiefe war gerade so ausreichend,

um auch mal einen Flachwassercartwheel oder eine Spielkombination mit Schuss auf das aufgestellte Polo-Tor zu demonstrieren. Im Anschluss an die jeweiligen Vorführungen durften dann Mutige aus dem Publikum in den Booten Platz nehmen und unter fachkundiger Anleitung im Bassin herumschippern. Obwohl in unmittelbarer Nachbarschaft mit Vorführungen der BMX-Radfahrer eine starke Konkurrenz aufwartete, war das Wasserbecken stets umlagert und die Aktionen darin mit großem Beifall bedacht.

Ergänzt wurde das Angebot durch eine Bootsausstellung der Mannheimer KG und einem Wurfsackzielwerfen des WSV Feudenheim. Natürlich wurde auch eine Theke aufgebaut, an der Interessierte alle Informationen rund um die vielseitige und attraktive Sportart abrufen konnten. Der Präsident des Badischen Kanu-Verbandes Hans-Joachim Popken und dessen Vize Herr Rainer Hildenbrand hielten sich hier für Fragen und Gespräche bereit.

 Am frühen Nachmittag konnte dort auch die mehrfache Olympiasiegerin im Kanurennsport Birgit Fischer begrüßt werden, die sich freundlicherweise spontan für ein Interview bereit erklärte. Bereitwillig gab sie Autogramme und schüttelte viele Hände, bevor sie zu ihrem nächsten Termin eilte. Sie ging natürlich nicht ohne den Mannheimer Kanuten zu der gelungenen Präsentation zu gratulieren und dem Publikum noch viel Spaß zu wünschen.

Das Mitmachangebot beim Wurfsackwerfen, an der Kenterrollenmaschine und im Wasserbecken kamen so gut an, dass am Ende Interessenten gebeten werden mussten, sich nicht mehr in die Schlangen einzureihen. Während Helfer am Abend das Becken leergepumpten, wurde ihnen geraten, sich doch bei einem der beteiligten Vereine zum Schnupperpaddeln zu melden oder im nächsten Jahr wieder „Sport und Spiel am Wasserturm“ zu besuchen. Denn nach diesem großen Erfolg werden die Kanuten auch 2003 wieder ihr Wasserbecken mitten in Mannheim aufstellen.

Text und Bilder: Michael Walter

 

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