Seminar für Vereinsvorsitzende
können. Der Besitz der EPP-Stufe 2 ist Voraussetzung. Für den Erwerb der EPP-Stufe 3 durch DKV-Mitglieder gilt eine Sonderregelung, dass diese nicht den EPP-Stufe 2 nachweisen müssen, wenn sie seit mindestens fünf Jahren Mitglied in einem DKV-Verein sind und einen DKV-Öko- und Sicherheitskurs besucht haben. Die Stufe 4 Rotes Paddel Die Stufe 4 des EPP erhalten Personen, welche die Grundkenntnisse des Kanufahrens auf Wildwasser bzw. an der Küste beherrschen und ihre Kenntnisse vertieft haben. Der Besitz der EPP-Stufe 3 ist Voraussetzung. Auch hier gibt es für DKV-Mitglieder eine Sonderregelung, dass diese nicht den EPP-Stufe 3 nachweisen müssen, wenn sie seit mindestens 5 Jahren Mitglied in einem DKV-Kanu-Verein sind und auch die vorgenannten Kurse besucht haben. Die Stufe 5 Schwarzes Paddel. Die Stufe 5 des EPP erhalten erfahrene Kanufahrer, die in der Lage sind, schwierige Wildwasser oder Küstenstrecken sicher zu befahren. Der Besitz der 4. Stufe des EPP- jeweils bezogen auf Wildwasser oder Küste- ist Voraussetzung. Der EPP wird in Form einer Urkunde und eines Ausweises vergeben. Auch langjährige und erfahrene DKV-Mitglieder, die ohne vorhergehende Paddelpässe den EPP 4 erwerben wollen, müssen an einer Prüfungsfahrt oder einem entsprechenden Kanukurs teilnehmen. Wer es genau wissen will, findet alles im Internet unter www.kanu.de > Freizeitsport > Kanuverein 2010 > Europäischer Paddel-Pass.
Irgendwie drängt sich da ein Vergleich mit den Gürtelfarben im Judo auf. Auch hier stellt der schwarze Gürtel die höchste Qualifikationsstufe dar. Mit rauchenden Köpfen begaben wir uns an den Mittagstisch. Das Essen wurde uns vom BKV spendiert, das hatten wir uns jetzt auch verdient. Nach dem Essen wurden Themen angesprochen, die auch für alle Paddler von Interesse waren. So soll die DKV-Erlebniswoche vom 1. bis 9. Mai ablaufen und ins DKV Sportprogramm aufgenommen werden. Über Befahrensmöglichkeiten am unteren Neckar gibst es Irritationen. Verfügte Befahrensverbote sind rechtlich offensichtlich nicht abgesichert. Das Regierungspräsidium will den BKV über den Ausgang der Angelegenheit informieren. Wo Berufsschifffahrt stattfindet kann das Paddeln wohl nicht verboten werden. Zum Ideenwettbewerb des DKV gingen vom BKV keine Zusendungen ein. Hier besteht Nachholbedarf. Die Genehmigungspraxis für Gruppenwanderfahrten auf dem Rhein, die ab 2010 gelten soll, wird selbst von der Wasserschutzpolizei als realitätsfern (auf gut deutsch unsinnig) eingestuft. Welchen Sinn die Meldepflicht ab 10 Booten ergibt, wissen auch nur die Behörden. (Ab 100 Booten könnte man ja noch ein gewisses Verständnis aufbringen.) Aber es kommt noch besser. Wenn die Veranstaltung Wettkampf-Charakter hat, wird sie ab 10 Booten genehmigungspflichtig. Das kostet auch noch Geld. Von 35,- € war die Rede.
Die EnBW hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben für ein Stauwehr auf der mittleren Murg (unterhalb von Kirschbaumwasen.) Die schönste Wildwasserschlucht Deutschlands (wird von Experten sogar noch höher bewertet als die Loisach) soll, wenn dieser Stausee Wirklichkeit wird, für den Profit eines Energieunternehmens vernichtet werden. Diese Leute werden nie begreifen, dass man Geld nicht essen kann. Hier müssen wir wachsam bleiben. Über bauliche Maßnahmen in Rappenwört im Zusammenhang mit dem Bau des Retentionsraumes bestehen erhebliche unterschiedliche Auffassungen zwischen Kanuten und der Stadt Karlsruhe. Dies nicht zuletzt wohl deshalb, weil bei einem ähnlichen, allerdings viel unsinniger konzipierten Einlaßbauwerk in Mannheim, ein Hund ertrunken war. Das Herrchen zog vor Gericht und bekam 800,- € Schadenersatz zugesprochen. Es hätte sicherlich genügt, Herr und Hund den Zugang zu dieser schmalen Halbinsel zu versperren und den Kanuten nicht an anderer Stelle den Weg zu ihren Bootshäusern zu versperren.
Zum Schluss teilte uns Hajo noch mit, dass er das Amt als Präsident des BKV schon 11 Jahre innehabe und er einen Nachfolger suche. Er habe bereits mit einigen Kameraden geredet, aber keiner war bisher bereit, sein Erbe anzutreten. In einer Ecke des Saales lagen auf Tischen T-Shirts in allen Größen zum Verkauf. Es waren die herrlich roten mit gelber Schrift vom Badischen Kanu-Verband, die jedes Paddelbild farblich aufwerten. Auch jede Menge Paddelführer waren ausgestellt. Einige, die doppelt waren, konnte man auch erwerben. Gegen 16 Uhr war die Veranstaltung zu Ende, es wurden viele Hände geschüttelt und jeder der Teilnehmer fuhr wieder ein bisschen schlauer nach Hause.
Peter Schlageter
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